Am 05.09. standen sich die beiden Teams aus Tauscha und Berbisdorf gegenüber. Durch viele Freundschaften einiger Spieler und den gemeinsamen Geschichten der letzten Jahre freuten sich beide Seiten auf die Partie. Doch Geschenke wollte man nicht verteilen.

Der 2. Spieltag steht auf dem Programm. Das Team aus Tauscha ist mit einem 4:0 Sieg in die Saison gestartet, Traktor Priestewitz hingegen kam mit einer 3:0 Niederlage aus Zabeltitz zurück. Allerdings sollte sich die Klarheit auf dem Papier in der Praxis nicht widerspiegeln.

 
 
Nach knapp 300 Tagen ohne Pflichtspiel ging nun endlich in die neue Saison. Der erste Gegner war direkt ein ortsnaher Verein mit dem TSV 1862 aus Radeburg. Also noch schnell die Sportschokolade verspeist und los geht's in die Partie.
Anstoß 15 Uhr vor immerhin 134 zahlenden Zuschauern, ausverkaufte Hütte, Wahnsinn. Hätte man tatsächlich denken können, denn den Tauschauer Spielern steckte die Nervösität förmlich in den Beinen. Die zahlreichen Fehlpässe erinnerten eher an den Adriaurlaub und Sandalenfußball mit italienischen Buben. Zehn Minuten vergingen bevor einigermaßen Sicherheit in unser Spiel Einzug hielt. Doch dann direkt der erste Schock, nach einem Zweikampf im Mittelfeld verletzte sich Jörg Günther am Knie und musste ausgewechselt werden. Ins Spiel kam positionsgetreu Benjamin Arndt. Gute Besserung Jörg an dieser Stelle.
 
Offensiv konnte der Druck erhöht werden und so fiel das 1:0 unter Mithilfe des Radeburger Kapitäns, welcher eine scharfe Hereingabe von Patrick Feige in Hummels-Manier ins kurze Eck abfälschte. Das Spiel flachte infolge dessen nicht ab, sondern Tauscha konnte nachlegen. Bei einem Schussversuch von Mirko Tillner traf ihn ein Radeburger Spieler am Fuß, woraufhin der Schiedsrichter folgerichtig auf den Punkt zeigte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Arndt mit kalter Hundeschnauze.
Die schlechten Nachrichten für Radeburg endeten hier aber nicht. Nachdem Tillner in der 30. Minute lang geschickt wurde, konnte sich Tim Peuckert nur mit einer Notbremse behilflich sein und wurde vom Unparteiischen vom Platz geschickt. Weitere gute Chancen, die Führung zu erhöhen, wurden in Halbzeit eins nicht genutzt und so ging es zum Pausentee.
 
Die Vorgaben für die zweite Hälfte waren klar. Die Überlegenheit nicht gefährden und wenn möglich Tore nachlegen. Ersteres wurde vorzüglich umgesetzt, denn Radeburg schaffte es nicht mehr, gefährlich vors Tauschaer Gehäuse zu kommen. Die nächsten Tore fielen auch, doch erst nach offensiven Einwechslungen von Peter Hoffmann und Johann Hausdorf. So markierten Hoffmann in der 64. und Hausdorf 71. Minute die nächsten Treffer. Zwischen dem 3: und 4:0 (67. Minute) war noch Schluss für den Radeburger Richard Klotsche nach seiner zweiten gelben Karte im Spiel.
Die doppelte Überzahl konnte nicht zu weiteren Toren genutzt werden, trotz so mancher hochwertigen Chance. Und so endete das Derby vielumjubelt mit einem klaren Sieg für Tauscha.
 
Nächste Woche folgt die Partie in Priestewitz (Samstag, 28.08.2021, 15 Uhr)

Selten zuvor bekamen die Zuschauer in Tauscha so ein Spiel geboten. 14 Tore und jede Menge Torchancen. Alles im Detail auszuwerten würde den Rahmen sprengen, denn Highlights hatte dieses Spiel nun wirklich genügend zu bieten.

Die Gäste aus Großkmehlen waren die letzten beide Jahre jeweils 1. in ihrer Kreisliga, durften aber aufgrund der Corona-Situation nicht aufsteigen. Es kam also ein Gegner zum Testspiel, der wusste wie ein Spiel zu gewinnen ist.

Die Gäste gingen in der 9. Minuten in Führung. Ein scharf getretener Eckball auf den ersten Pfosten wurde per Kopf unglücklich ins eigene Tor verlängert. Der LSV spielte aber weiter ruhig und geordnet nach vorne und kam nur 3 Minuten später zum Ausgleich. Simon Lucchesi mit einem starken Pass genau auf die Brust von Jörg Günther, Ball im 16er angenommen und direkt abgeschlossen, 1:1.

In der 14. Minute dann die Führung für den LSV. Paul Hoyer auf außen Richtung Grundlinie durchgedribbelt, legt in den Rücken auf Kapitän Klotzsch ab. Der schiebt locker ein zum 2:1. In der 19. Minute dann der zweite Streich von Michael Klotzsch. Ball selbst im Mittefeld erobert. Mit Tempo Richtung Tor gezogen und dann mit dem schwächeren Linken aus 20 Meter abgeschlossen. Dank der gütigen Mithilfe des Torwarts stand es damit 3:1.

Die Gäste aus Großkmehlen defensiv sehr löchrig aber Offensiv immer wieder sehr gefährlich. So kamen sie in der 26. und 35. Minute mit schön herausgespielten Toren durch Max Schulz wieder zum 3:3 Ausgleich.

In der 37. Minute dann wieder die 4:3 Führung. Paul Hoyer wieder über außen freigespielt, Pass ins Zentrum. Alex Voigt lässt durchlaufen. Doppelpass mit Johann Hausdorf der gekonnt in den Winkel vollendet. Alex Voigt stellte dann selbst kurz vor der Pause den alten zwei Tore Abstand wieder her. Wieder der agile Paul Hoyer mit einer scharfen Hereingabe auf Alex Voigt. Der vollendet mit der Hacke ins lange Eck.

Wer dachte durch die Auswechselungen in der Halbzeit würde das Spiel an Fahrt verlieren, der irrte. Es ging genau so weiter. 

  1. Minute Eckball Großmehlen, Felix Schulz hält den Kopf hin: 5:4.
  2. Minute Einwurf Tauscha auf Paul Hoyer, der mit einer schönen Flanke auf Paul Petzold. Der wiederum mit einer schöne Direktabnahme unhaltbar zum 6:4 traf.

In der 70. Minute war dann der Wille der Gäste gebrochen. Fred Bewilogua mit einer scharfen Hereingabe auf den zweiten Pfosten. Alex Voigt steht goldrichtig und schiebt zum 7:4 ein.

Die Gäste kamen dann in der 80. Minuten durch einen Strafstoß zum 7:5, ehe Benjamin Arndt in der 85. Minuten dann ebenfalls nach Foulelfmeter zum 8:5 traf. Den Schlusspunkt unter eine sehr sehenswerte Partie setzte dann nochmal der Großkmehlener Felix Schulz mit einem Fulminaten Schuss aus 30 Metern zum 8:6.

Für die Zuschauer war also alles geboten. Viele Tore, schöne Spielzüge, faire aber hoch motivierte Mannschaften. Alles in Allem ein gelungener Test bei dem man aber auch einige Schwachstellen erkennen konnte. Diese gilt es jetzt noch nach und nach abzustellen.

Nach wieder gewonnen Selbstvertrauen reisten die Tauscher Jungs auswärts zur SG Canitz, um vor dem erneuten Lockdown und der damit erzwungenen Pause von mind. 4 Wochen noch einmal Punkte zu sammeln und sich auf Vereinsebene nochmal sportlich zu beweisen.

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