LSV 61 Tauscha e.V.

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Pokal-Aus in Berbisdorf: Tauscha verzweifelt an sich selber.

Am 12. April 2026 hieß es: Alles oder Nichts! Im Viertelfinale des Pokals trafen der Berbisdorfer SV und der LSV 61 Tauscha aufeinander. Es war ein Spiel, das alles bot, was ein Derby braucht – Verletzungspech, Alu-Treffer, taktische Umstellungen und eine bittere Pille für die Gäste aus Tauscha. Am Ende feierten die Hausherren einen 2:0-Heimsieg und ziehen damit ins Halbfinale ein.

Tauscha übernahm früh im Spiel das Kommando und versuchte, mit weiten Bällen die gegnerische Abwehr zu knacken. Besonders Lennard über rechts und Hendrik über links sorgten für ordentlich Wirbel. In der 14. Minute hatte Hendrik die Führung auf dem Fuß, als er nach einer starken Vorarbeit von Lenny am Strafraumrand abzog – der Ball zischte jedoch knapp am Kasten vorbei.

Nach etwa 20 Minuten musste der Berbisdorfer Keeper ausgewechselt werden, nachdem er sich ohne gegnerische Einwirkung verletzte. Da kein Ersatztorhüter parat stand, musste Ralf Petzold zwischen die Pfosten. Wer dachte, Tauscha würde den "Aushilfs-Keeper" nun im Minutentakt prüfen, sah sich getäuscht. Nur ein Fernschuss von Micha aus gut 35 Metern traf nur den Pfosten.

Berbisdorf agierte in dieser Phase oft am Limit der Legalität. Gleich drei gelbe Karten sammelten die Gastgeber in den ersten 45 Minuten, um die Angriffe von Tauscha irgendwie zu stoppen. Trotz bester Gelegenheiten, wie einem erlaufenen Rückpass von Micha, ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kam Tauscha mit viel Schwung zurück. Leon und Hendrik hatten direkt die nächsten Dinger auf dem Fuß, ließen die letzte Konsequenz im Abschluss aber vermissen. Und wie es im Fußball oft ist: Wenn du sie vorne nicht machst, fängst du sie dir hinten.

Nach einer Ecke von der linken Seite pennte die Tauschaer Hintermannschaft am kurzen Pfosten, und das Leder rutschte irgendwie über die Linie. 1:0 in der 5. Minute aus dem Nichts! Tauscha versuchte sofort zu antworten. Lenny prüfte den Torwart mit einem 30-Meter-Schuss, und Hannes verfehlte das Tor nach einer Ecke per Kopf nur um Haaresbreite.

Mitten in die Drangphase der Gäste folgte dann der Knockout. Ein Angriff über den quirligen Stürmer der Gastgeber konnte zwei mal abgewehrt werden, doch der Abpraller gelang zum nachlaufenden Carl Jäschke, welcher nur noch zum 2:0 einschieben musste.

Tauscha-Coach Christian Schulze reagierte und brachte mit Igor und Patrick frischen Wind für die Offensive. Taktisch wurde auf volles Risiko und eine Dreierkette umgestellt. In den letzten 15 Minuten entwickelte sich das Spiel zu einer Belagerung des Berbisdorfer Strafraums. Tauscha lief unermüdlich an, doch Berbisdorf warf sich in jeden Schuss. Ob Schienbein, Hacke oder Rücken – irgendwie war immer ein Berbisdorfer dazwischen.

Die Gastgeber konzentrierten sich nur noch darauf, die Bälle lang rauszuschlagen und hinten den Bus zu parken. Nach vier Minuten Nachspielzeit erlöste der Schiedsrichter die Berbisdorfer Fans.

Fazit: Ein gebrauchter Tag für den LSV 61 Tauscha. Man war über weite Strecken das spielbestimmende Team, scheiterte aber an der eigenen Chancenverwertung und einem Gegner, der seine wenigen Möglichkeiten eiskalt nutzte. Berbisdorf steht im Halbfinale, während Tauscha sich nun voll auf die Liga konzentrieren kann.

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