Selten zuvor bekamen die Zuschauer in Tauscha so ein Spiel geboten. 14 Tore und jede Menge Torchancen. Alles im Detail auszuwerten würde den Rahmen sprengen, denn Highlights hatte dieses Spiel nun wirklich genügend zu bieten.

Die Gäste aus Großkmehlen waren die letzten beide Jahre jeweils 1. in ihrer Kreisliga, durften aber aufgrund der Corona-Situation nicht aufsteigen. Es kam also ein Gegner zum Testspiel, der wusste wie ein Spiel zu gewinnen ist.

Die Gäste gingen in der 9. Minuten in Führung. Ein scharf getretener Eckball auf den ersten Pfosten wurde per Kopf unglücklich ins eigene Tor verlängert. Der LSV spielte aber weiter ruhig und geordnet nach vorne und kam nur 3 Minuten später zum Ausgleich. Simon Lucchesi mit einem starken Pass genau auf die Brust von Jörg Günther, Ball im 16er angenommen und direkt abgeschlossen, 1:1.

In der 14. Minute dann die Führung für den LSV. Paul Hoyer auf außen Richtung Grundlinie durchgedribbelt, legt in den Rücken auf Kapitän Klotzsch ab. Der schiebt locker ein zum 2:1. In der 19. Minute dann der zweite Streich von Michael Klotzsch. Ball selbst im Mittefeld erobert. Mit Tempo Richtung Tor gezogen und dann mit dem schwächeren Linken aus 20 Meter abgeschlossen. Dank der gütigen Mithilfe des Torwarts stand es damit 3:1.

Die Gäste aus Großkmehlen defensiv sehr löchrig aber Offensiv immer wieder sehr gefährlich. So kamen sie in der 26. und 35. Minute mit schön herausgespielten Toren durch Max Schulz wieder zum 3:3 Ausgleich.

In der 37. Minute dann wieder die 4:3 Führung. Paul Hoyer wieder über außen freigespielt, Pass ins Zentrum. Alex Voigt lässt durchlaufen. Doppelpass mit Johann Hausdorf der gekonnt in den Winkel vollendet. Alex Voigt stellte dann selbst kurz vor der Pause den alten zwei Tore Abstand wieder her. Wieder der agile Paul Hoyer mit einer scharfen Hereingabe auf Alex Voigt. Der vollendet mit der Hacke ins lange Eck.

Wer dachte durch die Auswechselungen in der Halbzeit würde das Spiel an Fahrt verlieren, der irrte. Es ging genau so weiter. 

  1. Minute Eckball Großmehlen, Felix Schulz hält den Kopf hin: 5:4.
  2. Minute Einwurf Tauscha auf Paul Hoyer, der mit einer schönen Flanke auf Paul Petzold. Der wiederum mit einer schöne Direktabnahme unhaltbar zum 6:4 traf.

In der 70. Minute war dann der Wille der Gäste gebrochen. Fred Bewilogua mit einer scharfen Hereingabe auf den zweiten Pfosten. Alex Voigt steht goldrichtig und schiebt zum 7:4 ein.

Die Gäste kamen dann in der 80. Minuten durch einen Strafstoß zum 7:5, ehe Benjamin Arndt in der 85. Minuten dann ebenfalls nach Foulelfmeter zum 8:5 traf. Den Schlusspunkt unter eine sehr sehenswerte Partie setzte dann nochmal der Großkmehlener Felix Schulz mit einem Fulminaten Schuss aus 30 Metern zum 8:6.

Für die Zuschauer war also alles geboten. Viele Tore, schöne Spielzüge, faire aber hoch motivierte Mannschaften. Alles in Allem ein gelungener Test bei dem man aber auch einige Schwachstellen erkennen konnte. Diese gilt es jetzt noch nach und nach abzustellen.

Nach wieder gewonnen Selbstvertrauen reisten die Tauscher Jungs auswärts zur SG Canitz, um vor dem erneuten Lockdown und der damit erzwungenen Pause von mind. 4 Wochen noch einmal Punkte zu sammeln und sich auf Vereinsebene nochmal sportlich zu beweisen.

Am 8. Spieltag begrüßte der LSV 61 Tauscha die Spieler aus Coswig. Nach den zwei verlorenen Derbys gegen Radeburg und Lampertswalde wollte man auf alle Fälle die Punkte in Tauscha behalten. Die Marschroute war klar: Obwohl das Trainerteam keine Wiedergutmachung, sondern Spaß am Fußball forderte. Mit einigen genesenen Spielern konnte man auch wieder aus dem Vollen schöpfen.

Der 7. Spieltag bescherte den LSV Kickern gleich das nächste Derby. Nachdem in der Vorwoche der TSV Radeburg zu Gast war, reisten die Schulze Schützlinge zum SV Lampertswalde. Die Zeichen standen auf Wiedergutmachung. Das Trainerteam sowie die Spieler waren sich einig, dass so eine Leistung wie in der Vorwoche nicht akzeptabel ist. Dafür gingen die Jungs auch mal andere Wege. Unter Anderem wurden kurzfristig ein zusätzlicher Teamabend ausgerufen und der Ablauf in der direkten Spielvorbereitung verändert. Im Nachgang muss man sagen, dass grundsätzlich eine andere Bereitschaft und Konzentration auf dem Platz zu finden war, dennoch man die gewisse Leichtigkeit und Automatismen nicht innerhalb einer Woche erzwingen kann. Und das in diesen Situationen auch das nötige Glück ausbleibt, ist eben nicht nur eine Fußballfloskel.

Mit einer guten Leistung aus dem Auswärtsspiel in Kreinitz im Rücken, sollte im Derby gegen Radeburg nun endlich auch der erste Heimsieg der Saison her. Die Gäste kamen, nach einem missglückten Saisonstart, als Tabellen-Letzter nach Tauscha. Sicherlich nicht mit sehr viel Selbstvertrauen ausgestattet, schaffte es der LSV aber die Radeburger durch haarsträubende individuelle Fehler aufzubauen. Es schien so, als hätte der LSV über die Woche das Fußball spielen verlernt.

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